Sonntag, 27. Juli 2014

Die Ratgeber bleiben im Regal




Bald ist es da, das zweite Kind. Und ich bin bereit. Beim zweiten Mal habe ich das Gefühl, zu wissen, worauf ich mich eingelassen habe. Ich weiss in etwa, was auf mich zukommt – ich habe das ja schon einmal erlebt. Ich bin geübt. Babykotze und undichte Windeln können mich auch nach einer durchwachten Nacht nicht mehr aus der Ruhe bringen. Das bilde ich mir zumindest ein. Denn dieses Mal weiss ich: Das geht vorbei. Schneller, als einem lieb ist. 

Ich weiss, was sich beim ersten Mal bewährt hat. Und vielleicht viel wichtiger: Ich weiss auch, was ich beim zweiten Mal auf jeden Fall vermeiden möchte. Ganz zuoberst auf der Liste: Ich werde mir von niemandem sagen lassen, was für mich und meine Familie das Beste ist. Viel zu sehr habe ich mich von den gutgemeinten Tipps der Verwandten und Bekannten nach der ersten Geburt verunsichern lassen. «Wiege das Kind nicht in deinen Armen in den Schlaf, so wird es nie selbständig einschlafen lernen.», «Zieh dem armen Kind doch eine Mütze an, sonst friert es.» und «Um Himmels Willen, lass es auch mal schreien!». 

Zudem werde ich mich einen Dreck darum kümmern, in welcher Entwicklungsstufe mein Baby gemäss Handbuch gerade stecken sollte. Wie war ich verzweifelt, als meine Tochter mit sechs Monaten keinen Brei zu sich nehmen wollte. «Sie muss jetzt essen», redete mir mein Kinderarzt ins Gewissen. Ich habe alles versucht, wurde immer frustrierter – und die Kleine immer unzufriedener. Dann kam die grosse Sorge, dass mein Kind wohl niemals Zähne kriegen würde. Und dann liess das erste Wort auf sich warten. Hätte ich nicht so viele Ratgeber gelesen, hätte ich mir deutlich weniger Sorgen gemacht. Deshalb werde ich die Bücher dieses Mal im Regal stehen lassen und versuchen, stattdessen auf die Bedürfnisse meines Babys zu hören.


Dieser Text ist auf Famigros.ch erschienen. 

Sonntag, 22. Juni 2014

Testbericht: Vidis Kochtüte






Wenn ich angefragt werde, ob ich einen Menu-Lieferdienst testen möchte, dann muss ich nicht lange überlegen. Die Antwort lautet immer ja. Weil die Idee einfach praktisch ist. Ganz besonders dann, wenn man keine Zeit dafür hat, den Menuplan für die kommende Woche zu planen oder einem die Nerven dazu fehlen, mit einem Kleinkind einkaufen zu gehen.

Dem entsprechend war es dann auch einer der besten Momente meiner letzten Woche, als Marko Vidmar, Mitgründer und -besitzer von Vidis Kochtüte, mir seine Kochtüte mit allen Zutaten und Instruktionen für drei Abendessen überreichte. Wie schön, wenn man sich um nichts kümmern muss! Und noch viel besser: Vidis Kochtüte kann sogar auf Sonderwünsche von Allergikern wie mich eingehen: Meine Menus waren glutenfrei - und schmeckten sehr gut.

Bei uns gab es also letzte Woche: Paniertes Fischfilet mit Kartoffelwedges & Sauce Tartare, Rindssteaks mit Salbeibutter, Polenta & jungen Karotten und Kiwi-Salat "Caesar-Style". Am meisten begeisterte mich der Fisch. Ich kaufe Fisch sonst nur auf dem Markt ein, weil es mir wichtig ist, dass er frisch ist. Aber das Kabeljaufilet in Vidis Kochtüte übertraf meine Erwartungen - auch wenn ich gestehen muss, dass ich den Fisch nicht paniert habe, da ich Panade nicht so mag. Ich sollte vielleicht noch anmerken, dass in Vidis Kochtüte nur organische Produkte und Schweizer Fleisch landen - für mich ein grosses Plus. Trotzdem ist der Dienst preislich mit der Konkurrenz vergleichbar (3 Menus für 2 Personen inklusive Lieferung kosten 99 Franken).

Und nun kommt das Beste: Mit diesem Link könnte ihr euch jetzt auch eine Kochtüte mit drei Menus nach Hause liefern lassen und bekommt 20 Franken Rabatt. Ich empfehle es allen gestressten Mamis und Papis wärmstens.

PS: Ich durfte bereits einen anderen Menu-Lieferdienst testen. Hier gehts zum Bericht über Kochpost.ch.

Freitag, 13. Juni 2014

Papa ist der Beste!


Ich bin schwanger und deshalb muss ich mich nicht rechtfertigen dafür, dass ich bei diesem Video geweint habe. Amelie sagt im Moment ständig "Papa Papa Papa" und wie mein Mann mal so schön gesagt hat: Es gibt kein Wort auf der Welt, dass schöner klingt (ausser Mama natürlich).


Noch mehr Bilder vom Fotoshooting

Ich habe euch ja noch eine grössere Auswahl an Fotos von unserem Fotoshooting versprochen, das wir über mydays.ch gebucht hatten. Da ich Amelies Gesicht auf dem Blog nicht mehr zeigen möchte, muss ich euch die Besten leider vorenthalten - aber ich glaube, man sieht auch so, dass die Fotografin Tamara Ferrari tolle Arbeit geleistet hat. Ich liebe die Bilder! Das weisse Kleid, das Amelie trägt, ist übrigens von Zara, ihr Haarband von H&M und das graue Kleid von Pompdelux.


Foto: Tamara Ferrari

Foto: Tamara Ferrari
Foto: Tamara Ferrari
Foto: Tamara Ferrari
Foto: Tamara Ferrari
Foto: Tamara Ferrari

Donnerstag, 12. Juni 2014

Testbericht: Stokke Hochstuhl Steps





Den meisten Eltern in der Schweiz ist die Marke Stokke ein Begriff. Sie stellt den Klassiker unter den Kinderstühlen her - den Tripp Trapp. Vor kurzem hat das norwegische Label einen neuen Kinderstuhl lanciert und wir hatten das grosse Glück, ihn zu testen. Wie der Tripp Trapp ist auch der Stokke Steps wandelbar und wächst sozusagen mit dem Kind mit. Für ein Neugeborenes kann der Stuhl beispielsweise mit einer Wippe ergänzt werden und bei älteren Kindern kann man Schritt für Schritt alle Kindersicherungsmassnahmen abbauen und den Hochstuhl zu einem ganz normalen Stuhl umwandeln.

Viel unterscheidet den neuen Kinderhochstuhl nicht vom Alten. Im Vergleich zum Tripp Trapp besteht er aus weniger Holz und mehr Plastik. Zudem ist das Design runder und braucht etwas weniger Platz, was mir gefällt. Er kann auch mit einer Tischplatte ergänzt werden, was bisher nicht möglich war. Er kommt in zwei verschiedenen Ausführungen (hell und dunkel) und ist in der Schweiz ab 220 Franken erhältlich.

PS: Das Zusammensetzen war übrigens ganz leicht - Amelie und ich brauchten dazu nicht mal die Hilfe von Papa.